Gesamte Mannschaft hat stets gekämpft und wurde am Ende belohnt

Die Schachspieler von Eintracht Quenstedt bestritten die 2. Saison in der Bezirks-oberliga des Schachbezirkes Halle. Die Mannschaftsmeldung umfasste 9 Spieler, von denen bei 2 Spielern nicht zu erwarten war, dass sie aktiv in den Spielbetrieb eingreifen konnten.  Bei jedem Mannschaftskampf steht es dann, sofern in der ganzen Saison auch alle verfügbaren Spieler wirklich antreten können, sofort 1:0 für unsere Gegner. Eine wahrlich schlechte Ausgangsposition. Das Ziel Klassenerhalt rückte von Beginn an in weite Ferne. 

1. Runde 23. September  2018

Beim späteren Staffelsieger Merseburg II  wurde verbissen bis weit in die 5. Stunde hinein an allen Brettern erbittert um den Sieg gerungen. Aber am Ende war der Mannschaftssieg von 4,5 zu 3,5 für die Merseburger Schachspieler perfekt.  Mit ein wenig mehr Mut und dem notwendigen Quentchen Glück wäre wohl ein 4:4 möglich gewesen.

2. Runde 21. Oktober  2018

Mit Reideburg II kam eine sehr spielstarke und junge Mannschaft nach Quenstedt, die ihre Vorteile sehr konzentriert zum Mannschaftssieg von 5 zu 3 umsetzte. Hier war für Quenstedt einfach nicht mehr möglich.  

3. Runde 11. November  2018

Gegen die II. Mannschaft der Schachfreunde Hettstedt, einem Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf, rechnete sich Quenstedt reale Siegchancen aus, die unbedingt genutzt werden sollten. Entsprechend wurde in jedem Spiel verbissen gekämpft. Die Vorteile der Quenstedter an den vorderen Brettern konnte Hettstedt aber an den hinteren Brettern mehr als ausgleichen.  Somit war der Mannschaftssieg von 4,5 zu 3,5 für die Hettstedter Schachspieler perfekt und Quenstedt hatte einen herben Rückschlag erlitten.   

4. Runde 25. November  2018

Dieser Rückschlag wirkte wohl gegen die II. Mannschaft von Sangerhausen, einem der Staffelfavoriten, noch nach. Ein Sieg und 3 Unentschieden auf Quenstedter Seite waren hart erkämpft, aber für das Mannschaftsergebnis von 2,5 zu 5,5 viel zu wenig. Nach diesen Leistungen wurde der Gedanke an den bevorstehenden Abstieg nach und nach greifbarer.

  5. Runde 16. Dezember  2018

Diese Runde gegen die IV. Mannschaft von USV Halle, einem der größten Vereine im Schachbezirk Halle, wird wohl stets im Gedächtnis bleiben. Da ein Quenstedter Spieler krankheitshalber verhindert war, konnte das Match nur mit  6 Spielern angegangen werden, die nächste Niederlage drohte. Aber siehe da, Halle konnte lediglich 5 Spieler aufbieten. Durch gezieltes Freilassen der Bretter, kam es zu einem Wettkampf mit nur 3 Spielen, ein absolutes Novum. Die geflügelten Worte von Not gegen Elend machten durch die Hallenser Schachspieler die Runde. Ja, Quenstedt war wieder in Not, hatte aber tatsächlich den Vorteil auf seiner Seite und konnte am Ende unerwartet einen Mannschaftssieg von 4,5 zu 3,5 feiern. Hoffnung keimte wieder auf.

  6. Runde 03. Februar  2019

Nun ging es gegen die Mannschaft von Teutschenthal. Die Quenstedter Spieler sahen sich auf Augenhöhe und rechneten sich durchaus Siegchancen aus, zumal der Gegner ebenfalls nur 7 Spieler aufbieten konnte. Wie das aber im Sport so manchmal ist, kehrt sich ein wohl überzogener Siegeswille verbunden mit zu hohem Risiko um. Das Spielglück aus der Vorrunde sprang vollkommen auf die Teutschenthaler Mannschaft über und so stand am Ende eine frustrierende Niederlage von 2,5 zu 5,5. Aber tatsächlich war Quenstedt weiterhin Vorletzter, dank der mehr erreichten Brettpunkte gegenüber der Hettstedter Mannschaft. 

7. Runde 24. Februar  2019

Mit der Mannschaft von PTSV Halle kam ein starker Gegner nach Quenstedt, der am Ende der Saison auch den dritten Platz belegen sollte. Da die Quenstedter nur 6 Spieler aufbieten konnten, schien eine weitere Niederlage vorprogrammiert.  Hier zeigte sich aber wieder Quenstedter Kampfgeist, der insgesamt mit 2 Siegen und 3 Unentschieden an 6 bespielten Brettern gekrönt wurde. Sehr unglücklich ging aber eine Partie verloren, so dass das greifbare Unentschieden im Mannschaftskampf verfehlt wurde.

8. Runde 24. März  2019

Mit der Mannschaft von WSG Halle erwartete die Quenstedter ein Gegner, der in den letzten Jahren meist sehr knappe Ergebnisse erwarten ließ. Mit voller Kapelle, also sieben Spielern, versuchte Quenstedt wieder das Glück zu zwingen. Bei einem Sieg und 5 Unentschieden musste die letzte Partie die Entscheidung bringen, und hier sah es gut für Quenstedt aus. Der in fast 5 Stunden erkämpfte Vorteil verflüchtigte sich aber bei hochgradiger Zeitnot und das greifbare Unentschieden im Mannschafts-kampf wurde wiederum verfehlt. 

Kurz vor dieser Runde wurde folgende wichtige Information bekannt: Der designierte Absteiger aus der Landesliga Staffel B – Einheit Halle – wird sich aus dem Wettspiel-betrieb zurückziehen und nicht in der Bezirksoberliga antreten. Damit war klar, dass der Vorletzte ein Relegationsspiel gegen den Zweiten der Bezirksliga zu bestreiten hat. Dieses Ziel war für Quenstedt noch zu erreichen, hatte doch Hettstedt II auch nicht mehr gepunktet und in der Abschlussrunde gegen Merseburg II war das auch nicht mehr zu erwarten. 

9. Runde 07. April  2019

Mit der Mannschaft von Klostermansfeld kam der Tabellenzweite zur Abschlussrunde nach Quenstedt. 6 Quenstedter Schachspieler konnten sich diesem Kampf stellen und versuchten die erforderlichen Punkte für die Qualifikation zu Relegation zu erspielen. Das Ergebnis waren 6 Unentschieden bei 6 gespielten Partien mit dem Fazit – Minimalziel erreicht. Das Brisante an dieser Schlussrunde war aber, dass sowohl die Mannschaften von Hettstedt II als auch von USV Halle IV nicht mehr angetreten sind, so dass die jeweiligen Spiele 8 : 0 für deren Gegner gewertet wurden. Wir hatten die Relegation gegen Sennewitz erreicht, letztlich das Beste was unter den gegebenen Umständen möglich war. 

Am 26. April 2019 wurde dann bekannt, dass sich die Mannschaft von USV Halle IV  aus der Bezirksoberliga zurückzieht und künftig in der Bezirksliga starten wird. Damit ging die Verpflichtung zur Relegation von Quenstedt auf Hettstedt II über – Ausgang derzeit noch offen. Quenstedt hat somit  wieder den Verbleib in der Bezirksoberliga mit Glück, aber auch hartnäckigem Kampfeswillen erreichen können.

Folgende Spieler kamen für Quenstedt zum Einsatz

Werner Hobusch mit 6 Punkten aus 9 Spielen bei 2 kampflosen Siegen

Gernot Wurzler mit 5,5 Punkten aus 9 Spielen bei 2 kampflosen Siegen

Detlef Jordan mit 6,5 Punkten aus 9 Spielen bei 1 kampflosen Sieg

Werner Vopel mit 3 Punkten aus 8 Spielen 

Andreas Tepper mit 3,5 Punkten aus 8 Spielen 

Christiane Soska mit 1,5 Punkten aus 9 Spielen 

Werner Bräutigam mit 3,5 Punkten aus 8 Spielen 

Allen Spielerinnen und Spielern gilt ein besonderes Lob für den nimmermüden Einsatz in schier aussichtslosen Situationen und ein großer Dank für die würdige Vertretung des traditionsreichen Quenstedter Schachsports. Teileweise sehr schön herausgespielte Siege waren der Beweis, dass die Klasse für die Bezirksoberliga durchaus gegeben ist. 

Wir werden auch die Saison 2019/ 2020 wieder in der Bezirksoberliga antreten. Derzeit stehen uns nur 7 Spieler zur Verfügung. Ein nochmaliges, so glückliches Ende ist aber nicht wieder zu erwarten. 

Deshalb wäre es so wichtig, wenn wir bei Lesern dieser Zeilen das Interesse wecken könnten, künftig die Quenstedter Schachmannschaft zu unterstützen.  

Gernot Wurzler 

Sektionsleiter Schach

SV Eintracht Quenstedt

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