Der Spitzenreiter war zu stark

Nach der schmerzlichen Niederlage in der 5. Runde gegen Hettstedt war nun mit dem Spitzenreiter aus Granschütz ein schwerer Brocken in Quenstedt zu Gast. Mit zwei Ergänzungsspielern antretend, hatten diese zwar nicht das stärkste Aufgebot an den Brettern, dennoch lag die Favoritenrolle klar beim vorjährigen Absteiger aus der Landesliga. Bei dieser Konstellation war bei den Quenstedter Schachspielern möglicherweise der Glaube an wenigstens einen Teilerfolg nicht ausreichend und der Mut fehlte, vielleicht doch das Glück zwingen zu können. Logischerweise stand am Ende Quenstedt wieder mit leeren Händen da.

Das Match startete ruhig, Risiken wurden auf beiden Seiten vermieden. Die Ergänzungsspieler von Granschütz brachten aber recht bald Christiane Soska und Werner Bräutigam in Bedrängnis. Die dann doch noch erzielten Unentschieden waren aus Quenstedter Sicht als Erfolg zu werten. Bei Lothar Jennrich und Andreas Tepper stellten sich auch recht schnell ausgeglichene Stellungen. Verlieren wollte natürlich keiner, so dass auch hier die Punkteteilungen standen. Langsam deutete sich an, das Quenstedt sich zwar achtbar aus der Affäre ziehen könnte, Aussichten aber auf einen Teilerfolg schwanden zusehends. Bei Werner Vopel und Detlef Jordan entstanden sehr komplexe Stellungen, die Chancen auf beiden Seiten zuließen. Da keiner de Spieler ein Risiko einging endeten auch diese Spiele unentschieden. Gernot Wurzler spielte auf Angriff, aber sein Gegner blockte alle Risiken ab. Auch hier ergab sich eine Punkteteilung. Granschütz verfügt über den stärksten Spieler der Bezirksoberliga, der beharrlich und konsequent sein Endspiel zum Sieg führte. Trotz nur einer Verlustpartie war damit die Niederlage mit dem Endstand von 3,5 zu 4,5 besiegelt. War für Quenstedt ein besseres Ergebnis möglich, oder hätte die Niederlage auch höher ausfallen können, das ist Spekulation. Fakt ist jedoch, dass nun die Abstiegszone gefährlich nahe gekommen ist.

Das Abenteuer Bezirksoberliga geht am 25. Februar gegen den Tabellenzweiten aus Halle in die 7. Runde.

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