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Vergangenen Sonntag empfing die Eintracht aus Quenstedt vor der beachtlichen Zuschauermenge von 102 Zuschauern den Ortsnachbarn aus Welbsleben zum Stadtderby am heimischen Sportplatz am Anger. Obwohl einige Stammkräfte aus der Mannschaft von Trainer Bubel fehlten, konnte trotzdem eine auf dem Papier schlagkräftige Truppe auf den Platz geschickt werden. Vor dem Spiel schien auch jeder einzelne hochmotiviert und absolut gewillt zu sein, die ersten zu vergebenen drei Punkte der neuen Saison zu verteidigen. Was dann allerdings in den folgenden 90 Minuten geschah, glich fast schon einem Offenbarungseid.

Weder spielerisch noch läuferisch befand man sich mit den „Esels“ auf Augenhöhe, sodass am Ende der Partie eine, auch in dieser Höhe absolut verdiente, 0:5 Heimniederlage zu Buche steht. Während Quenstedt die Vorgaben den Ball am Boden zu lassen und die Spitzen Böhm und Wechselberger schnell anzuspielen nicht befolgte, trat Welbsleben von Beginn an sehr aggressiv und bissig auf. Die Verteidiger wurden früh attackiert und somit zu ungenauen langen Bällen gezwungen, auch weil aus dem Mittelfeld zu wenig Laufbereitschaft an den Tag gelegt wurde.

Somit schien es nur eine Frage der Zeit, bis der Gast zu ersten großen Chancen und letztendlich auch zur Führung kommen sollte. Während Stürmer Andy Hirt in der Anfangsphase zwei Mal freistehend an seinen eigenen Nerven scheiterte, war es Kapitän Sehnert vorbehalten nach mustergültiger Vorarbeit von Hirt den Torreigen zu eröffnen (16. Min). Nur neun Minuten später erzielte Eike Marscheider per Abstauber das 0:2 aus Sicht der Quenstedter. Offensiv fand Quenstedt zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht statt.

Nach einer halben Stunde schien Welbsleben erstmal einen Gang runterzuschalten und überließ der Eintracht mehr Raum. Zu nennenswerten Chancen kam man trotzdem nicht. Ein abgefälschter Freistoß von Andy Edler zwang Raik Pönicke wenigstens dazu, seine Hände zu benutzen. Als beide Teams schon mit den Gedanken in der Pause zu sein schienen, lud Torhüter Weidl Andy Hirt dazu ein auf 3:0 zu erhöhen. Bei dem Versuch das Spiel flach von hinten zu eröffnen, spielte Weidl Hirt den Ball in die Füße. Dieser lief alleine auf den Keeper der Eintracht zu und bedankte sich artig (41. Min). Mit diesem herben Dämpfer ging es dann in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste endete – mit einem individuellen Fehler in der Hintermannschaft des Heimteams und einem Tor für Welbsleben. Im Anschluss an einen Quenstedter Eckball schlug Mario Thomas den Ball weit nach vorne. In der eigenen Hälfte wurden sich der eingewechselte Lars Kühne und Andreas Mühlenberg nicht einig und Marscheider war auf und davon. In Torjägermanier verlud er Weidl im Eins-gegen-Eins und erstickte jegliche Comebackhoffnung der Eintracht im Keim.

Während sich in der Folgezeit André Weidl mehrmals in direkten Duellen mit Angreifern der Gäste auszeichnen und somit einen noch höheren Rückstand verhindern konnte, hatte Frank Röseler mit einem guten Rechtsschuss die einzige wirklich gute Chance der Eintracht im gesamten Spiel. Hier zeigte Pönicke jedoch eine gute Reaktion und lenkte den Fernschuss noch um den rechten Pfosten. Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte Andreas Meseberg in der 85. Spielminute, als er einen Freistoß aus ca. 22 Metern im linken Winkel verwandelte.

Fazit: Mit solch einer Leistung geht es in der höchsten Spielklasse im Kreis Mansfeld-Südharz nicht. Zu dieser Erkenntnis muss auch der letzte Beteiligte nach dieser blamablen Heimpremiere gekommen sein. Die Chance zu zeigen, dass die Mannschaft sowohl Fußball spielen als auch Fußball kämpfen kann bekommt die Eintracht kommenden Sonntag, wenn man als Vorspiel des Verbandsligaspiels von Sangerhausen in die Rosenstadt reist um gegen die zweite Vertretung des VfB´s anzutreten.

Aufstellung: A. Weidl – M. Werner, A. Edler (C), A. Mühlenberg, F. Röseler – M. Göppert, F. Neumann (78. Min C. Koch), M. Pietz, S. Landeck (37. Min L. Kühne) – F. Wechselberger, N.L. Böhm

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